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Karl Suso Frank: Sankt Lambertus - der importierte Stadtpatron (1986) Updated: 2008-06-18 11:45:00 Description: Professor Karl Suso Frank hielt seinen Vortrag Sankt Lambertus - der importierte Stadtpatron im Haus der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg im Breisgau am 5. Juli 1986. Der Vortrag wurde in dem Tagungsband Die Zähringer in der Kirche des elften und zwölften Jahrhunderts 1987 in München bei Schnell & Steiner veröffentlicht. Im Anschluß an den Vortrag wird eine Würdigung Karl Suso Franks von dem Freiburger Dogmatiker Professor Peter Walter verlesen, die nach Franks überraschendem Tod im Januar 2006 verfaßt wurde: Völlig überraschend verstarb am 4. Januar 2006 in Freiburg Prof. Dr. theol. Karl Suso Frank, Mitglied des Franziskanerordens, emeritierter Ordinarius für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Theologischen Fakultät in Freiburg in Breisgau. Die besondere wissenschaftliche Aufmerksamkeit des am 27. Januar 1933 in Ulm-Wiblingen Geborenen galt der Erforschung der Ursprünge der christlichen Askese und der Geschichte des christlichen Mönchtums insgesamt. Nicht zuletzt in zahlreiche Sprachen übersetzte Standardwerke wie die Grundzüge der Geschichte des christlichen Mönchtums (in Darmstadt bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft 1975 erschienen, 5. Auflage 1993), die Grundzüge der Geschichte der Alten Kirche (im gleichen Verlag 1984, 3. Auflage 1993) und das Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche (bei Schöningh in Paderborn 1996 erschienen, 3. Auflage 2002) sowie seine zahllosen Artikel zu Orden und Klöstern, die er als Fachberater der dritten Auflage des Lexikons für Theologie und Kirche verfasst hat, haben ihm internationales Ansehen erworben. Auch der südwestdeutschen Kloster- und Kirchengeschichte galt seine Aufmerksamkeit. Mehrere Kirchenführer, zuletzt zur ehemaligen Klosterkirche und jetzigen Katholischen Pfarrkirche Liebfrauen Freiburg-Günterstal (im Verlag Fink in Lindenberg 2005 erschienen), lassen seine Liebe zu den dargestellten Monumenten wie seine Vermittlungsgabe erkennen. Eine vollständige Bibliographie seiner über 1000 Veröffentlichungen finden sich auf den Internet-Seiten der Universitätsbibliothek Freiburg unter . Karl Suso Frank gehörte seit 1952 dem Franziskanerorden an, den er während seiner Schulzeit kennen und schätzen gelernt hatte. Nach der ordensüblichen Ausbildung und der Priesterweihe, die er 1958 empfangen hat, setzte er seine Studien in Münster als Schüler von Bernhard Kötting fort. 1963 wurde er mit einer askesegeschichtlichen Arbeit promoviert. Sie trägt den Titel: Angelikos Bios. Begriffanalytische und begriffsgeschichtliche Untersuchung zum „engelgleichen Leben“ im frühen Mönchtum, und ist bei Aschendorff in Münster 1964 erschienen. Erste Lehrerfahrungen sammelte Frank an den ordenseigenen Hochschulen in Münster und Fulda. Nach Studienaufenthalten in Lyon, Rom und Göttingen wurde er 1968 in Münster habilitiert und noch im selben Jahr als ordentlicher Professor an die Johannes Gutenberg-Universität in Mainz berufen. Die Habilitationsschrift Vita prophetica - vita apostolica blieb zwar unveröffentlicht, ihre Ergebnisse sind allerdings in zahlreiche Veröffentlichungen des Verstorbenen eingeflossen. 1974 folgte er dem Ruf an die Theologische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität, die er seitdem mitgeprägt hat. Über ein Vierteljahrhundert, bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2000, hat er hier, stets lebendig und engagiert, Generationen von Studierenden nicht nur der eigenen Fakultät in Geschichte und Literatur des frühen Christentums eingeführt. Die hohe Wertschätzung, die er genoss, kommt unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass die Fakultät ihm dreimal, 1976/77, 1985/86 und 1994/95, das Amt des Dekans anvertraute. An der Universität, deren Großem Senat er lange Jahre angehörte, war er hoch angesehen. Für die Studierenden hat er sich in den Jahren 1996–1999 als erster Studiendekan der Theologischen Fakultät sowie als langjähriger Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes eingesetzt. Seine Forschungsleistung wurde durch Mitgliedschaften in mehreren Akademien und nationalen wie internationalen wissenschaftlichen Einrichtungen anerkannt. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit war der geschätzte Prediger immer pastoral tätig. Sein kirchliches Engagement zeigte er nicht zuletzt als Vorsitzender des Kirchengeschichtlichen Vereins der Erzdiözese Freiburg (1983–1998) und als Mitglied im Ökumenischen Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen. LISTEN NOW | DOWNLOAD |
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